Importformate

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Um Literaturdaten zwischen verschiedenen Programmen auszutauschen, gibt es verschiedene Standardformate. Diese Formate werden im Folgenden beschrieben.

RIS (RefMan)

Das RIS-Format ist vermutlich das beste der Standardformate, weil es zum einen eine sehr differenzierte Felderstruktur hat und zum anderen ein Standard ist, der weitgehend auch befolgt wird, anders als z.B. BibTeX.

Wenn Sie also die Wahl haben, in welchem Format Sie Daten importieren wollen, sollten Sie RIS wählen. In Google Scholar firmiert dieses Format unter dem Namen RefMan.

BibTeX

Das Textsatzprogramm LaTeX hat eine eigene Erweiterung zur Erzeugung von Literaturanhängen. Diese Erweiterung heißt BibTeX und hat ein eigenes Datenformat, das in etwa so aussieht:

An sich ist BibTeX ein ziemlich gutes Format. Das Problem ist allerdings, daß dieser Standard schon relativ alt ist und es eine Reihe von Jahren eine Art „Wildwuchs“ bei neuen Feldern und Details der Syntax gegeben hat. Das bedeutet, daß das, was Sie als „BibTeX“-Daten haben, eventuell in relevanten Details vom „amtlichen“ BibTeX abweicht und zu Fehlern im Import führt.

Refer (Endnote)

Ähnlich wie BibTeX ist Refer ein Standard, der häufiger nicht sehr streng befolgt wird. Die Zahl der definierten Felder war relativ gering, so daß es an mehrern Stellen zu unkoordinierten Erweiterungen gekommen ist. Die Grundstruktur eines Datensatzes sieht so aus:

In Google Scholar firmiert dieses Format unter dem Namen Endnote.

MedLine/PubMed

Eine in der Humanmedizin sehr wichtige Datenbank ist Medline.

Bibliographix kann dieses Format ebenfalls einlesen.

MARC, USMARC, MARC21, MAB, Z39.50

Viele Hochschulbibliotheken bieten die Möglichkeit an, die Katalogdatenbank online zu durchsuchen. Dafür wird häufig keine Standard-Datenbankabfragesprache wie SQL verwendet, sondern ein eigener Standard, der Z39.50 heißt. Um die Verwirrung vollständig zu machen, ist das Format der Abfrage zwar einheitlich, das Ausgabeformat aber nicht. Es gibt diverse Dialekte, die aber alle den gleichen Aufbau haben, der wie folgt aussieht:

Die Felder haben keine Bezeichnungen, sondern sind durchnumeriert, aber nicht in jedem Dialekt mit der gleichen Nummer. Die drei Hashtags signalisieren den Beginn eines Eintrags. Trotz dieser Uneinheitlichkeit kommt Bibliographix mit diesem Format ganz gut zurecht.