Literaturanhänge erstellen

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Der umständliche Weg

Mit Bibliographix können Sie automatisch Literaturanhänge zu eigenen Texten erzeugen. Das können Sie auch „per Hand“ über die Ausdruckfunktion tun: Sie prüfen, welche Quellen im Text zitiert worden sind, markieren diese Quellen und geben dann die markierten Quellen als Liste aus.

Das funktioniert, macht aber Arbeit, da Sie selbst dafür sorgen müssen, daß keine Quelle zu viel und keine zu wenig aufgelistet wird. Insbesondere wenn Sie den Text noch bearbeiten und Quellen hineinnehmen und hinauswerfen ist das mühsam.

Der bequemere Weg

Die Software ist in der Lage, Ihren Text nach Quellenhinweisen zu durchsuchen und eine komplette Liste der verwendeten Quellen anzulegen.

Die Software ist natürlich nicht so schlau, in einem Absatz wie

(…) in seinem bahnbrechenden Artikel aus dem Jahr 1970 zeigte Akerlof, daß (…)

zu erkennen, daß Sie sich hier auf eine Literaturquelle beziehen. Geschweige denn auf welche. Damit klar ist, daß Sie eine Quelle zitieren (und welche) arbeitet Bibliographix mit Platzhaltern, sogenannten „temporären Quellenhinweisen“. Der Beispielabsatz in der Textverarbeitung könnte dann in etwa so aussehen:

(…) in seinem bahnbrechenden Artikel zeigt [=2156-Akerlof (1970)=], daß (…)

Diese temporären Quellenhinweise in eckigen Klammern sind temporär, d.h. sie werden später gegen „endgültige“ Quellenhinweise ausgetauscht, die so aussehen, wie die Zitier­richt­linie, die Sie auswählen, das vorgibt. Die 2156 in dem Beispiel ist die Identifikationsnummer der Quelle in der Datenbank. „Akerlof“ und „1970“ dienen nur Ihrer Orientierung.

Temporäre Quellenhinweise einfügen

Um einen solchen temporären Quellen­hinweis in Ihren Text einzufügen, wählen Sie die Quelle im Literaturmodul aus und klicken Start- Quelle Zitieren – im Text an.

Dieser Befehl kopiert den temporären Quellenhinweis im Format

[=ID-Nummer#Seitenzahl(optional) Anfang des Titels=]

in die Zwischenablage. Wechseln Sie jetzt zu Ihrer Textverarbeitung, gehen an die Stelle im Text, an der der Quellenhinweis ste­hen soll und kopieren den Hinweis aus der Zwischen­ablage. Wenn Sie den Quellenhinweis mit einer Seitenzahl versehen wollen, geben Sie im Text die Seitenzahl nach einem Hashtag hinter die ID-Nummer ein.

[=2156#502-Akerlof (1970)=]

bezieht sich also auf die Seite 502.

Unterstützte Dateiformate

Während Sie an Ihrem Text schreiben, spicken Sie ihn mit den eben beschriebenen tempo­rären Quellenhinweisen. Wenn Sie mit Microsoft Word arbeiten, wird das DOCX Format als Standard verwendet. Da Bibliographix mit vielen Textverarbeitungen unter vielen Betriebs­systemen laufen soll, funktioniert das Microsoft-Format DOCX als gemein­samer Standard nicht. Sie müssen daher die Datei mit Speichern unter… in RTF (Rich Text Format) speichern. Die meisten RTF-Dateien sind spürbar größer als DOCX, aber das wirkt sich nicht auf die Ver­arbeitungsgeschwindigkeit aus. Auch mehrhundertseitige Texte in Gigabytegröße werden in wenigen Sekunden verarbeitet.

Bibliographix kann (als Alternative zu .rtf) die Quelldateien der Textsatzprogramme LaTeX und LyX lesen und verarbeiten. Die Software erzeugt keine .dvi aus der Aus­gangsdatei, sondern ersetzt nur die Quellenhinweise. Das eigentliche Kompilieren führen Sie dann mit den von Bibliographix verarbeiteten Dateien durch.

Manuskript kompilieren

Wenn Ihr Text inhaltlich fertig ist oder Sie einen formatierten Probeausdruck machen wol­len, gehen Sie auf die Registerkarte Layout.

Wählen Sie in der Rubrik Manuskript die Datei aus, zu der ein Anhang erstellt werden soll und klicken Kompilieren an. Dieser Befehl liest die Original .rtf-Datei ein erzeugt aus dieser Datei zwei neue Dateien. Wenn Ihre Datei abc.rtf heißt, finden Sie anschlie­ßend abc_compiled.rtf und abc_appendix.rtf im gleichen Verzeichnis vor. In der compiled-Datei finden Sie Ihren Text mit umformatierten Quellen­hinweisen. In der appendix-Datei den kompletten Literaturanhang. Die Quellen sind dort nach der Reihenfolge sortiert, in der sie zitiert worden sind. Wenn Sie ein alphabetisches Verzeichnis haben möchten, markieren Sie die Quellen und klicken in Word das A-Z-Icon.

Ihre Originaldatei existiert natürlich auch noch, so daß Sie diesen Vorgang beliebig häufig wiederholen können. Wenn Sie weiter an Ihrem Text arbeiten, achten Sie bitte darauf, an der Originaldatei zu arbeiten, denn die fertig formatierten Quellenhinweise ohne eckigen Klammern können jetzt nicht mehr als Quellenhinweis erkannt werden.

Als Standard ist die Zitierrichtlinie der American Economic Review eingestellt. Wahrscheinlich wollen Sie eine andere benutzen. In der Rubrik Zitierrichtlinie können Sie mit Öffnen eine andere Richtlinie einstellen. Unter Vorschau können Sie an einem Standardbeispiel sehen, wie diese Zitierrichtlinie aussieht. In dieser Vorschau werden Textformatierungen wie Fettdruck, Kursivschrift usw. nicht angezeigt. Um diese Details zu prüfen, klicken Sie Exakt an. Dieser Befehl ruft Ihre Textverarbeitung aus und zeigt Ihnen in einer Liste einen Teil Ihrer Datenbank in dem eingestellten Format an.

Die wichtigsten Zitierrichtlinien werden bereits fertig mitgeliefert. Falls keine davon paßt, können Sie sich „Ihre“ Richtlinie erstellen. Das ist nicht unendlich schwer, aber etwas, das eher in das „Fortgeschrittenen-Kapitel“ gehört.