Nutzung mit mehreren Personen

Das Konzept

Bibliographix ist von Haus aus mehrnutzerfähig. Das bedeutet, daß mehrere Nutzer mit dem gleichen Datenbestand arbeiten können. Wenn das möglich sein soll, muß man irgendwie dafür sorgen, daß die Nutzer sich nicht gegenseitig stören. Für Datenbestände, an denen hunderte von Personen gleichzeitig arbeiten sollen, gibt es sehr ausgefeilte technische Lösungen. Die braucht man hier nicht.

Das Sicherheitskonzept kann daher sehr einfach gehalten werden: Der Nutzer, der die Datenbank als erster öffnet, sperrt sie für Schreibzugriffe anderer Nutzer. Parallele Lesezugriffe sind weiterhin möglich. Sie greifen dann aber auf den „alten“ Datenbestand zurück, d.h. sie enthalten noch nicht die nicht abgespeicherten Änderungen. Sobald der schreibende Nutzer die Datenbank schließt, ist die Datenbank wieder für Schreibzugriffe anderer Nutzer freigegeben.

Wenn Sie die Datenbank aufrufen, die Datenbank aber gerade bearbeitet wird, erhalten Sie eine Meldung, wer das ist. Sie können nun entscheiden, ob Sie das Programm beenden wollen, mit Lesezugriff weiterarbeiten wollen oder den Schreibzugriff erzwingen. Dann nehmen Sie dem bisherigen Rechteinhaber sein Recht weg. Das sollten Sie natürlich vorher klären.

Technische Aspekte, die es zu bedenken gilt

Wenn Sie Bibliographix mit mehreren Personen nutzen wollen, sollten Sie darüber nachdenken, wo das Bibliographix-Verzeichnis liegen soll. Weil Bibliographix portable Software ist, können Sie dieses Verzeichnis in einen Ordner in der Cloud legen, den Sie mit Kollegen teilen und synchronisieren (mehr zum Thema „Cloud“ hier). Auf diese Weise können Sie sehr einfach Daten teilen.

Das Problem ist, daß die Synchronisierung relativ langsam ist. Wenn Ihr Kollege die Datenbank öffnet, wird sofort eine Datei angelegt, die anderen Nutzern die Information gibt, daß die Datenbank für Schreibzugriffe jetzt gesperrt ist. Diese Datei liegt auf der Festplatte Ihres Kollegen. Nach 2-3 Sekunden merkt die Synchronisierungssoftware, daß die Datei sich geändert hat und lädt sie in die Cloud hoch. Nach 2-3 Sekunden merkt die Synchronisierungssoftware auf Ihrem Rechner, daß die Datei in der Cloud sich geändert hat und lädt diese Datei herunter. Das bedeutet, daß vielleicht fünf Sekunden vergehen, bis die Information bei Ihnen ankommt.

Wenn das zu Konflikten führt, weil Sie genau eine Sekunde nach Ihrem Kollegen zugreifen, da Ihr Rechner noch nichts vom Zugriff des Kollegen gemerkt hat, zeigt Ihnen die Synchronisierungssoftware dieses Problem an und macht nicht einfach irgendetwas. Es ist aber lästig. Wenn Sie davon ausgehen, daß solche Konflikte jeden Tag mehrmals passieren werden, weil ganz viele Kollegen ständig an dieser einen Datenbank arbeiten, brauchen Sie eine schnellere Lösung. Wenn das gemeinsame Verzeichnis im lokalen Netzwerk liegt und nicht über die Cloud synchronisiert wird, beträgt der Zeitverzug nur Sekundenbruchteile und führt in der Praxis nie zu Problemen.