Portable Software

Die Installation von Bibliographix läuft etwas anders ab, als Sie das wahrscheinlich gewohnt sind. Der Grund ist, daß Bibliographix als portable Software konzipiert ist. Der Wikipedia-Artikel zu diesem Thema ist ganz gut, aber länger als hier nötig.

So werden die meisten Programme installiert

Die Standardinstallation sieht so aus, daß die Software und die Dateien, die der Benutzer erstellt, auf zwei Orte verteilt werden: Das Programmverzeichnis und das Benutzerverzeichnis. Das ist eine gute Idee, wenn mehrere Nutzer auf einem Rechner arbeiten und die gleiche Software benutzen und diese Software ziemlich viel Speicherplatz auf der Festplatte braucht. Außerdem werden alle Benutzerdateien, die mit unterschiedlicher Software erstellt werden, zentral in einem Verzeichnis gespeichert. Das macht es einfacher, die eigenen Dateien zu sichern.

Nachteile dieses Konzepts

Die Idee, Programm- und Benutzerverzeichnis zu trennen hat den Nachteil, daß die Software auf jedem Rechner, auf dem man die Dateien bearbeiten will, installiert sein muß. Auf einem Rechner, auf dem z.B. Word nicht installiert ist, nutzen Ihnen Ihre Word-Dateien nichts. Sie können sie nicht bearbeiten. Wenn Sie immer nur auf einem Rechner arbeiten, taucht das Problem nicht auf. Wenn Sie aber auf mehreren Rechnern arbeiten und nicht davon ausgehen können, daß die Software, die Sie brauchen, dort auch installiert ist, ist das ein Problem.

Die USB-Stick-Lösung

Portable Software hebt diese Trennung auf. Dateien und Software liegen im gleichen Verzeichnis. Die Software ist so konzipiert, daß sie nicht auf irgendwelche Dateien der lokalen Festplatte zurückgreifen muß, sondern quasi „autark“ ist. Sie kann auf einem USB-Stick installiert werden. Sie stecken den Stick in den Rechner, der vor Ihnen steht, ein und rufen das Programm auf diesem Stick auf. Es läuft, ohne daß es irgendwelche Programmdateien auf diesem Rechner benötigt. Da die Benutzerdaten auch auf dem Stick liegen, hinterlassen Sie auch keine Dateien auf diesem Rechner, wenn Sie den Stick wieder herausziehen.

Installation in der Cloud

Vielleicht benutzen Sie keinen USB-Stick, sondern ein Programm wie Dropbox, Owncloud, Google Drive, iCloud, OneDrive, … Die Idee hinter all diesen Programmen ist die gleiche: Sie können ein Verzeichnis auf einem Rechner festlegen, das mit dem jeweiligen Service auf einem Internetserver (also in der „Cloud“) gesichert wird. Loggen Sie sich auf einem anderen Rechner ein, wird das Verzeichnis auf diesem Rechner auf den aktuellen Stand gebracht. So haben Sie immer auf jedem Rechner die neueste Fassung Ihrer Dateien verfügbar.

Falls Sie so etwas noch nicht benutzen, sollten Sie erwägen, das zu tun. Zum einen werden so Ihre Dateien gesichert, ohne daß Sie sich darum kümmern müssen, zum anderen, entfällt das Risiko, den USB-Stick mit den wichtigen Dateien zu vergessen oder zu verlieren. Der Nachteil ist aber, daß diese Synchronisierungs-Software auf dem Rechner, der vor Ihnen steht, installiert sein muß und natürlich müssen Sie eine Internetverbindung haben.

Wie dem auch sei: Weil Bibliographix auf einem USB-Stick laufen kann, können Sie es auch in Dropbox, Owncloud, … laufen lassen. Schieben Sie einfach das Bibliographix-Verzeichnis als Unterverzeichnis in das Verzeichnis, das synchronisiert wird. Dann stehen Ihnen Software und Daten überall zur Verfügung.

Die meisten Angebote dieser Synchronisierungs-Tools sind kostenlos, aber im Regelfall nur für einen überschaubaren Speicherplatz von ein paar Gigabyte. Sie müssen aber keine Angst haben, daß Bibliographix Ihnen Ihren kostbaren Speicherplatz wegfrißt, weil die Software als portable Software ja auch in diesem Verzeichnis liegt. Die Software ist sehr kompakt und hat (alle Betriebssysteme zusammengenommen) einen Speicherbedarf von etwa 20 MB. Wenn Sie z.B. nienienie mit Linux arbeiten, könnten Sie die Linux-Version löschen und ganze 7 MB sparen. Das können Sie aber auch lassen.