Zitierrichtlinien erstellen

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Das Problem

Im Abschnitt über die ersten Schritte mit Bibliographix haben Sie gelernt, wie Sie auto­ma­tisch komplette Literaturanhänge für Ihre eigenen Texte erstellen und wie Sie thema­tische Literaturlisten ausdrucken können. Zitierrichtlinien sind die Formatierungs­regeln für die Literaturangaben. Leider gibt es an dieser Stelle einen ziemlichen Wildwuchs. Eine Hand­voll Standards wie MLA, APA, Vancouver, Chicago und BMJ decken etwa die Hälfte aller Zeit­schrif­ten ab. Die andere Hälfte sind mehr oder weniger exotische Eigengewächse.

Wenn Sie sich in Ihrer Arbeit an eine bestimmte Zitationsweise halten müssen, prüfen Sie, ob das einer dieser Standards ist. Falls das nicht der Fall ist, können Sie mit dem Editor in ein paar Minuten „Ihren“ Stil erstellen oder zumindest etwas, das hinreichend genau so aussieht.

Den Zitierrichtlinieneditor aufrufen

Klicken Sie die Registerkarte Layout an. Dieser Befehl ruft ein Unterfenster auf, in dem Sie alle Details einer Zitierrichtlinie einstellen können.

  • Die Formatierung von Personennamen im Literaturanhang
  • Das Format der Quellenhinweise im Text
  • Die Reihenfolge und Formatierung der Felder, die im Literaturanhang ausgegeben werden sollen.

Während die ersten beiden Punkte bei allen Publikationstypen identisch sind, unterscheidet sich die Reihenfolge und Formatierung der Felder zwischen den einzelnen Publikationstypen. Ein Buch hat keinen Zeitschriftentitel und ein Zeitschriftenartikel ohne Angabe der Zeitschrift ist unvollständig. Aus diesem Grund finden Sie auf der rechten Hälfte des Dialogs auch vier Registerkarten für vier Publikationstypen, die Sie getrennt voneinander einstellen können.

Formatierung von Personennamen

Es gibt eine Reihe von Varianten, wie die Namen von Autoren und Herausgebern formatiert werden sollen und noch mehr Varianten, wie mehrere Autoren aufgelistet werden.

Wählen Sie als erstes das Grundformat der Autorennamen aus. Bibliographix bietet Ihnen hier zehn Varianten an. Eine Reihe dieser Varianten sehen auf den ersten Blick absolut identisch aus. Sie unterscheiden sich aber darin, ob und wo ein Punkt oder ein Leerzeichen steht.

Das zweite Detail bei der Formatierung der Personennamen besteht darin, wie mehrere Autoren voneinander getrennt werden sollen. Einige Richtlinien haben besondere Regeln für Quellen mit drei oder mehr Autoren. Ein „mittlerer“ Autor wird dann anders von dem vorangehenden Autor getrennt als der letzte Autor, also

Maier, Sepp vs.

Maier, Sepp und Müller, Gerd vs.

Maier, Sepp; Müller, Gerd und Beckenbauer, Franz

Eine weitere Spezialität einiger Richtlinien besteht darin, die Namens­for­ma­tierung des letzten Autors umzudrehen. Wenn das so sein soll, aktivieren Sie die Option letzten Namen umdrehen. Das ergäbe dann

Maier, Sepp; Müller, Gerd und Franz Beckenbauer

Richtlinien unterscheiden sich auch bei der Frage, wie bei sehr vielen Autoren die Autoren, die nicht mehr in der Quellenangabe aufgeführt werden, abgekürzt werden. Die „Abkür­zungs­phrase“ können Sie in das Feld et al. eingeben. Das muß natürlich nicht „et al.“ sein. Die Standardeinstellung ist, daß bei drei Autoren und mehr der Erstautor ausgegeben wird und die nicht aufgeführten Autoren mit der et-al-Phrase abgekürzt werden. Wenn Sie das nicht möchten, aktivieren Sie die Option im Anhang alle Namen ausgeben.

Hin und wieder kommt es vor, daß die Namen von Herausgebern ein anderes Grundformat haben als die Autorennamen. Meist wird in diesen Fällen die Formatierung einfach nur herum­­­gedreht, so daß der Autor Akerlof, George A. heißt, aber George A. Akerlof, wenn er Herausgeber ist. In jedem Fall können Sie die Formatierung der Autornamen separat ein­stellen.

Format der Quellenhinweise

Während Sie an Ihren Texten schreiben, geben Sie sogenannte temporäre Quellenhinweise an den entsprechenden Stellen an.

Diese Quellenhinweise sehen mit [=2156-Akerlof (1970)=] ein wenig häßlich aus. Später werden diese Hinweise aber so formatiert, wie Sie es an dieser Stelle im Editor einstellen.

Formatierung der Einträge im Literaturanhang

Die meiste Arbeit werden Sie beim Einstellen der Reihenfolge und Formatierung der Felder im Literaturanhang haben. Diese Einstellungen sind von Publikationstyp zu Publikationstyp verschieden und müssen daher für alle vier unterstützten Typen getrennt eingestellt wer­den.

Klicken Sie die Registerkarte des Publikationstyps an, den Sie bearbeiten wollen. Wenn Sie in die Feld-Spalte klicken, wird Ihnen die Liste der verfügbaren Felder angezeigt. Wählen Sie das Feld aus, das an erster Stelle stehen soll. Im Beispiel ist es das Autorenfeld.

Links und rechts von der Feld-Spalte befindet sich eine Spalte mit dem Titel „Text“. Dort können Sie Text und Interpunktionszeichen eingeben, die vor bzw. nach dem Feldinhalt aufgelistet werden sollen. In manchen Fällen ist es nicht egal, ob ein Text hinter Feld A steht oder vor dem Feld, das auf A folgt. Beachten Sie, daß Text nur dann ausgegeben wird, wenn das Feld einen Inhalt hat. In der Abbildung wird der Untertitel mit einem Bindestrich vom Titel getrennt. Dieser Bindestrich steht vor dem Untertitelfeld. Er wird also nur dann ausgegeben, wenn der Datensatz einen Untertitel hat. Stünde der Bindestrich hinter dem Titelfeld, würde das Ergebnis bei einem Datensatz mit Untertitel identisch aussehen. Hat der Datensatz aber keinen Untertitel, würde der Bindestrich trotzdem mit ausgegeben werden. Das will man wahrscheinlich nicht.

In der ersten Spalte können Sie eingeben, welche Textformatierung der Feldinhalt (plus Text vor/hinter dem Feld) haben soll.

Um zu prüfen, ob das, was Sie eingestellt haben, zu dem Ergebnis führt, das Sie erwarten, klicken Sie Exakt an. Dieser Befehl formatiert die Quellen in Ihrer Daten­bank gemäß den Einstellungen und gibt die Quellen als Liste aus.